Heimat- und Verkehrsverein Zell (Mosel) e.V.
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Collis-Turm

Die Zeller Ortsgruppe des damaligen „Mosel-Hochwald-Hunsrückvereins“ beschloss im April1906, einen steinernen Turm zu bauen, nachdem die hier errichtete Holzhütte Opfer eines nicht ermittelten Feuerteufels geworden war. Da der Verein jedoch nur etwa die Hälfte der veranschlagten Kosten decken konnte, startete der Vorstand einen Spendenaufruf an die Bevölkerung.


Auch die Moseltalbahn, die 1905 den Bahnbetrieb von Bullay über Zell nach Trier aufgenommen hatte, beteiligte sich am Bau des Turmes. Die Stadt Zell, die zunächst die Bahnlinie hinter den Häusern durch die Weinberge verlegt haben wollte, erklärte sich in Anbetracht der immensen Verteuerung mit der Trassierung entlang der Moselfront einverstanden. Als eine Art „Ausgleichsmaßnahme“ stellte die Moselbahn dafür das Mauerwerk für den Turmbau zur Verfügung.

Der weithin sichtbare Turm hat eine Höhe von knapp acht Meter, hinzu kommt die drei Meter lange Wetterfahne.