Heimat- und Verkehrsverein Zell (Mosel) e.V.
Heimat- und Verkehrsverein Zell (Mosel) e.V.
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Chronik

Am 10. Februar 1950 gründete sich der Verkehrs- und Heimatverein Zell (Mosel). Er wurde in Personalunion geführt. Der damalige Stadtbürgermeister Georg Weimer war gleichzeitig 1. Vorsitzender des Vereines. Der Verein hatte in den Anfangsjahren eine andere Gewichtung. Da es in jener Zeit noch kein Fremdenverkehrsbüro gab, lag der Schwerpunkt der Vereinsarbeit in der Förderung des Fremdenverkehrs und der wirtschaftlichen Fortentwicklung der Stadt. Die anfallende Vereinsarbeit leisteten überwiegend die Mitarbeiter der städtischen Verwaltung.

Die Personalunion hatte bis 1978 Bestand. Danach wurde unter dem Vorsitz von Pitt Piacenza der Verein eigenständig geführt. Die Vereinsziele definierten sich neu. Die Heimat- und Brauchtumspflege standen fortan im Mittelpunkt der Vereinstätigkeit. Dazu zählten die Ausschilderung und Instandhaltung von Wanderwegen, das Aufstellen von Tischen und Bänken entlang der Wegführungen und die Restaurierung künstlerischer und kultureller Einrichtungen. Der Verein war auch neben der Stadt Mitherausgeber der Zeller Heimathefte.

1984 wechselte Willi Zengler an die Spitze des Vereines. Die bisherige Satzung wurde  geändert und an die neuen Vereinsziele angepasst. Auch die Namensgebung änderte sich. Ab sofort nannte sich der Verein Heimat- und Verkehrsverein Zell (Mosel). Durch die neue Zweckbestimmung konnte beim Finanzamt die Gemeinnützigkeit erwirkt werden.

Großes Engagement investierte der Verein in den Aufbau eines Heimatmuseums im Rathaus, allen voran das Vorstandsmitglied Willi Bach. Ihm ist es zu verdanken, dass altes Kulturgut und alte Zeller Handwerkskunst der Nachwelt erhalten blieb. Am 10. Mai 1991 öffnete das Heimatmuseum seine Pforten. Ein Jahr später wurde Willi Bach zum ersten Vorsitzenden gewählt.

1996 wurde eine neue Vereinsfahne in Auftrag gegeben, die am 11. März 1997 der Jahreshauptversammlung vorgestellt wurde.

 

Am 6. Dezember 1999 konnte die vom Cochemer Künstler Carl Fritz Nicolay aufwendig gestaltete Mosaikwand (Foto) an der Katholischen Kirche der Öffentlichkeit über geben werden. Auf der Mosaikwand sind die bedeutetesten Daten der Zeller Stadthistorie aufgelistet.

Die Gesamtkosten dieses beeindruckenden Bildwerkes beliefen sich auf fast 40000 Mark. Davon schulterte der Verein aus Eigenmittel 26000 Mark. Spendengelder komplettierten die Gesamtsumme. Der Verein hat die Geschichtswand im darauffolgenden Jahr ins Eigentum der Stadt übertragen. Diese gewährleistet die Pflege und Instandhaltung des Kunstwerkes. 

Auf der Jahreshauptversammlung am 12. Februar 2001 wurden die Geschicke des Vereines in jüngere Hände gelegt. Die bisherigen Vorstände standen 20 und mehr Jahre in der Verantwortung. Jörg Fischer wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt und erhält die Glückwünsche seines Vorgängers (Foto).

Auch in den Folgejahren blieb das Engagement des Vereines ungebrochen. Es folgte eine einheitliche Festlegung und Neuausschilderung aller Wanderwege. Eine neue Panoramakarte mit allen Wanderrouten und Sehenswürdigkeiten wurde aufgelegt  und am Moselufer unweit des Rathaus sowie am Ortseingang des Stadtteiles Merl zum Aushang gebracht.

Mit der Einweihung des alpinen Klettersteiges hinauf zum „Collis“ am 28. September 2008 hat der Verein eine weitere touristische Attraktion geschaffen. Über zwei Jahre waren freiwillige Helfer und Experten des Deutschen Alpenvereines Koblenz mit der Fertigstellung beschäftigt.

Nach der Neuformierung des Vorstandes im Jahre 2010 unter der Vorsitzenden Bettina Salzmann lag das Hauptaugenmerk der Verantwortlichen auf der Ausgestaltung des Collis-Plateau. In mehreren Arbeitsschritten wurde hier oben peu à peu eine einladende Anlage mit Rast- und Ruhemöglichkeiten geschaffen. 

Mit Einverständnis des Kreiswasserwerkes konnte der Verein von deren 300 Meter entfernt liegender Pumpstation Strom und Wasser abzweigen (Foto). Eine massive Holzhütte wurde errichtet, die seitdem als Einkehrstation geführt und betrieben wird. Des weiteren wurden Toiletten mit Wasserspülung gebaut.

Der Collis-Turm wird bei Dunkelheit von einem Fluter angestrahlt und ist so weithin sichtbar. Es wurden einheitliche Sitzgruppen aus massivem Kunststoff angeschafft. Die Fensteröffnungen des Collis-Turmes wurden mit Acrylglas verschlossen und verhindern so wetterbedingte Schäden. Diese Maßnahme bietet dem Wanderer zugleich einen wetterfesten Unterstand.

Ausbau und Herrichtung der Anlage war nur dank der Mithilfe vieler freiwilliger Helfer und Sponsoren möglich. Dennoch hat der Verein bislang über 20000 Euro Eigenmittel investiert. Mit der Stadt, die Eigentümer des Geländes ist, wurde ein Nutzungsvertrag abgeschlossen. Von Seiten der Verbandsgemeinde erhielt der Verein zum Betreiben der Einkehrstation eine Ausschankgestattung. Für hinreichenden Versicherungsschutz hat der Verein ebenfalls Sorge getragen.

Ein unvergleichliches Wein- und Wandererlebnis mit leckeren, regionalen Speisen wird den Besuchern alljährlich am 3. Oktober bei der Veranstaltung „Gieh roff off dat Haisje“ und beim Zeller-Schwarze-Katz-Festival jeweils am letzten April-Wochenende geboten.